
Über Sandra
"Hallo, ich bin Sandra aka Frau Pilgerhut. Und ziemlich caminoverliebt."

Seit 2020 bin ich mit Pilgerhut unterwegs. Was als lang gehegter Traum begann, ist inzwischen zu einer großen Leidenschaft geworden. Oder, wie ich es nennen würde: zu einer ziemlich hartnäckigen Camino-Liebe.
Ich bin Autorin, Bloggerin, Pilgersteinmalerin, Geschichtensammlerin und ein fortgeschrittenes Pilgergreenhorn. Auf Pilgerhut.de nehme ich dich mit auf meine Wege, teile Erfahrungen, praktische Tipps und kleine wie große Erkenntnisse vom Unterwegssein. Mit Humor, einer guten Portion Selbstironie und ohne den Anspruch, auf alles eine Antwort zu haben.
Auch auf Instagram findest du mich unter @pilgern_unter_einem_hut mit aktuellen Einblicken, wenn ich gerade wieder irgendwo mit Traillies & Rucksack und nächstem Etappenziel unterwegs bin.
Ein Traum, der ziemlich lange auf mich warten musste
Die Idee, den Jakobsweg zu gehen, begleitet mich schon einen großen Teil meines Lebens. 2007 fiel mir eine Zeitschrift mit einem Artikel über das Pilgern in die Hände. Und plötzlich war da dieser Wunsch: 800 Kilometer auf dem Camino Francés. Allein. Ohne Zeitdruck.
Ein schöner Plan. Nur mit der Umsetzung haperte es.
Beruf, Familie, Verpflichtungen und mein Hang zum Perfektionismus hatten immer gute Argumente parat, warum gerade jetzt der falsche Zeitpunkt war. Ich war ziemlich kreativ darin, mir selbst ein Bein zu stellen. Der Aufbruch passierte einfach nicht, trotz des Wunsches mich einzulassen war ich voller Furcht davor.
Bis das Leben einen anderen Weg einschlug, als ich vorgesehen hatte. Eine seltene Erkrankung beendete schließlich meine Berufstätigkeit. Rückblickend entstand dadurch aber auch Raum für neue Möglichkeiten.
Die Pandemie schob meinen Camino-Traum noch einmal um zwei Jahre auf. Aber Ende April 2022 war es endlich so weit.
800 Kilometer. Spanien. Und ich.
In Saint-Jean-Pied-de-Port schnürte ich meine Wanderschuhe und machte mich auf den Weg nach Santiago de Compostela. Allein, mit meinem Rucksack, einer ordentlichen Portion Respekt und zwei Kilo bemalten Pilgersteinen im Gepäck. Man weiß ja nie, was man unterwegs so braucht.
Knapp 800 Kilometer, unzählige Begegnungen und viele unfassbar schöne Sonnenaufgänge später stand ich tatsächlich in Santiago. Ich hatte es getan und geschafft.
Diese Reise hat etwas in mir verändert. Ich bin achtsamer geworden, habe gelernt, wieder mehr auf mich zu hören, und erlebt, wie befreiend es sein kann, nicht jeden Schritt des Lebens vorher durchzuplanen. Aus einer langen Sehnsucht wurde tatsächlich eine mutige Reise – hin zu mehr Klarheit, innerem Frieden und echter Lebensfreude.
Natürlich war nicht jeder Tag ein Postkartenmotiv. Es gab anstrengende Etappen, Zweifel und Momente, in denen das Bett in der nächsten Herberge oder der Gedanke sofort aufzuhören eine ausgesprochen verlockende Vorstellung war. Aber genau daran wächst man. Es gehört einfach dazu.
"Ich bin unendlich froh, dass ich losgegangen bin und zehre bis heute davon".

Vom Camino-Virus zum eigenen Buch
Nach meiner Rückkehr ließ mich der Camino nicht mehr los. Ich wollte meine Erlebnisse festhalten und andere daran teilhaben lassen. Nicht mit einem weiteren perfekten Pilgerratgeber, sondern mit meiner ganz eigenen Geschichte: ehrlich, persönlich und mit einer guten Portion Humor.
Ende 2023 war mein erstes Buch fertig. Im Juni 2024 erschien „Komm mit mir nach Santiago“ – mein humorvoller Reisebericht über den Camino Francés und darüber, was passieren kann, wenn man einen lang gehegten Traum endlich in die Tat umsetzt.
Dass mein Buch Leserinnen und Leser findet, die sich von meiner Geschichte mitnehmen lassen, freut mich riesig. Denn genau darum geht es mir: Lust aufs Losgehen zu machen. Den Mut dazu zu finden. Auch dann, wenn noch nicht jede Frage beantwortet und nicht jedes Problem gelöst ist.
Frankreich hat mich noch lange nicht losgelassen
Einmal Santiago, immer Santiago? Ganz so einfach ist es dann doch nicht für mich. Aber wer einmal vom Pilgervirus erwischt wurde, sollte sich vor spontanen Ideen in Acht nehmen.
2025 führte mich die Via Gebennensis von Genf nach Le Puy-en-Velay. 2026 ging es auf der Via Podiensis weiter: von Le Puy bis nach Saint-Jean-Pied-de-Port. Damit bin ich einmal quer durch Frankreich gepilgert.
Und die nächste Idee steht natürlich schon im Raum: die Schweiz. Mit der Via Jacobi könnte ich meinem Traum, einmal von der Haustür bis nach Santiago zu Fuß unterwegs zu sein, abschließen.
Ob ich dafür einen ausgeklügelten Masterplan habe? Sagen wir so: Ich habe gelernt, dass es manchmal reicht, den nächsten Schritt zu kennen.
Kleine Steine mit großer Botschaft
Zu meinem Pilgerleben gehören inzwischen auch meine selbst bemalten Pilgersteine. Sie sind mit mir unterwegs, liegen an Jakobswegen und besonderen Orten (auf Pilgermessen) und sollen Menschen eine kleine Freude machen oder ihnen im richtigen Moment Mut zusprechen.
„Habe Mut.“ „Gib nicht auf.“ „Zeit für dich.“
Manchmal braucht es nicht mehr als ein paar Worte, um sich daran zu erinnern, dass man seinen eigenen Weg gehen darf. Ich mag die Vorstellung, dass ein kleiner Stein unterwegs jemanden erreicht, der gerade eine Ermutigung gebrauchen kann.
Aus dieser Leidenschaft ist für mich mehr geworden als ein kreatives Hobby. Sie verbindet das, was ich am Pilgern liebe: Begegnungen, Achtsamkeit, kleine Gesten und ein Gefühl von Freiheit.
Und was hat das alles mit dir zu tun?
Vielleicht träumst du schon lange davon, den Jakobsweg zu gehen. Vielleicht fehlt dir die Zeit. Vielleicht fragst du dich, ob du fit genug bist. Oder du würdest gern allein losziehen, aber beim Gedanken daran meldet sich deine innere Vorsicht ziemlich lautstark zu Wort.
Das kenne ich. Nicht jede Sorge verschwindet, nur weil man sich einen Rucksack kauft.
Ich möchte (besonders Frauen) Mut machen, ihren eigenen Weg zu finden und sich etwas zuzutrauen. Nicht indem ich ihnen erzähle, dass alles ganz einfach ist. Sondern indem ich meine Erfahrungen teile, Fragen ernst nehme und zeige, dass man nicht schon vor dem ersten Schritt ein fertiger Marathonläufer sein muss.
Deshalb möchte ich künftig auch als Pilgerbegleiterin Menschen auf ihrem Weg unterstützen. Ich möchte Erfahrungen weitergeben, Orientierung bieten und Räume schaffen, in denen man sich ausprobieren kann – gerne auch verbunden mit dem Bemalen von Pilgersteinen und kleinen kreativen Auszeiten.
Denn manchmal hilft es, wenn jemand ein Stück mitgeht. Nicht, um dir den Weg abzunehmen. Sondern damit du deinen eigenen findest.
Was ich dir gern mit auf den Weg geben möchte
Pilgern tut einfach gut. Viel Bewegung, viel frische Luft, viele Begegnungen, viele Grenzerfahrungen, viel Zeit für Körper, Geist und Seele sich einzulassen, Kraft zu tanken und zu wachsen. Ich habe bis heute mit niemandem gesprochen, der die Entscheidung aufzubrechen bereut hat.
Pilgern hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, den Dingen Zeit zu geben, die einem am Herzen liegen. Nicht erst dann, wenn Beruf, Familie, Verpflichtungen und die eigene To-do-Liste endlich zufrieden nicken.
Sondern jetzt. So gut es eben geht. Bevor du es irgendwann später nicht mehr kannst.
Ich bin keine Frau, die auf alles eine Antwort hat. Aber ich bin eine, die losgegangen ist, unterwegs viel gelernt hat und noch lange nicht fertig ist.
Wenn du hier Inspiration für deinen eigenen Weg findest, einen praktischen Tipp mitnimmst, über eine meiner Geschichten schmunzelst oder irgendwann selbst den Rucksack packst, freue ich mich.
Vielleicht begegnen wir uns ja eines Tages auf dem Camino. Oder auf einer Pilgermesse in Hamburg, Nürnberg oder Augsburg.

"Denn am Ende zählt, was Du erlebt hast - nicht, was Du irgendwann später hättest erleben wollen. Just walk it!"
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